Am 14. Dezember 1952 fanden sich im „Alten Forsthaus“ in Bückeburg eine Handvoll
Automobilfreunde zusammen und beschlossen den Motorclub Bückeburg (MCB) zu gründen.
Die Gründungsmitglieder waren: Adele Rothing, Frl. Stock und Vater, Dr. Hoffranzen,
Karl Kruse, Heinrich Nordmeier und Ernst Gülker.
Bei der ersten Jahreshauptversammlung wurde Harry Grimme (selbständiger Sattler-
und Polstermeister) als erster 1. Vorsitzender gewählt. Ihm folgten dann später
Hans-Peter Richter, Wilhelm Bade, Günther Aschemann und Wilfried Harting. Seit 1998
bis heute steht Herr Rechtsanwalt und Notar Karsten Martens dem Verein vor.
Werner Dollenberg, der kurz nach der Gründung in den Club eintrat, wurde als Schatzmeister
in den neu gegründeten Vorstand gewählt und leitete über Jahrzehnte aktiv die Vereinsarbeit
mit. Ohne "Werner" ging nichts! Nachdem Werner sich 1997 freiwillig aus dem aktiven Vorstand
verabschiedete, wurde er sofort als erster und bisher auch einziger, zum Ehrenvorsitzenden
gewählt. Leider verstarb er am 23.04.2006.
Der MCB wurde am 22.03.1953 beim Amtsgericht Bückeburg unter „VR 65“ eingetragen und
kurze Zeit später als Mitglied im ADAC Niedersachsen aufgenommen. Seitdem führt der Club
den Namen „Motorclub Bückeburg e.V. im ADAC“, kurz MCB genannt.
Faszination der neuen Nachkriegsmodelle von der aufstrebenden Autoindustrie, Benzingeruch
(teilweise noch Zweitaktgemisch) und Fahrspaß mit ihren kleinen oder größeren "Flitzern" ließen
die Mitgliederzahl des MCB schnell anwachsen.
Waren es erst nur gemeinsame Ausfahrten mit dem Goggo Coupe, der BMW Isetta, dem DKW,
der Borgwart Isabella, den Volkswagen, Opel, Mercedes Benz oder gar schon ein Porsche 356,
so entstand schon bald der Gedanke nach sportlichen Wettkämpfen. Orientierungsfahrten und
Ralleys folgten.
Die ganz „schnellen“ Clubmitglieder besuchten mit ihrem Fiat Abart, NSU TT oder einer anderen
heißen Kiste bald Slalom- oder Rundstreckenrennen auf Flugplätzen. Bergrennen und Ralleys mit
Sonderprüfungen und große, genehmigungspflichtige Veranstaltungen der ONS folgten.
Beginnend mit der ersten Benzinkrise, Anfang der siebziger Jahre, wurde es etwas ruhiger um
den aktiven Motorsport. Man konzentrierte sich nur noch auf kleinere Automobil-Slalom-
Veranstaltungen und nahm auch dort mit Erfolg teil.
Sonst veranstaltete der MCB, natürlich auch aus umweltpolitischen Gesichtspunkten, nur noch
einmal im Kalenderjahr für seine Mitglieder und Freunde eine Bildersuchfahrt. Hier sind keine
PS-Boliden oder hohe Slalomleistungen gefragt, sondern das Entdecken des Schaumburger
Landes per Bild, Fahrskizze oder Straßenkarte. Nicht die Zeitschnellsten gewinnen hier begehrte
Pokale, sondern die richtig gewählte Fahrtroute und die sichere Beantwortung von kulturellen
Fragen zeichnen die Gewinner aus.
Ein Schwerpunkt im Clubleben ist die Verkehrserziehung unserer Kinder und Jugendlichen.
Seit den 1980er Jahren wird sie in Form von Fahrradturnieren an den Bückeburger Schulen
(später hinzugekommen sind die Grundschulen in Lauenhagen, Heeßen und Niedernwöhren)
durchgeführt. Als Abschluß wird Anfang Juli jeden Jahres das Fahrradturnier „Um den
Bückeburger Stadtmeister“ bzw, „Um die Bückeburger Stadtmeisterin“ auf dem Gelände
der Grundschule „Am Harrl“ durchgeführt. Eingeladen werden hierzu die Besten aus Turnieren,
aus jeder Schulklasse.
Mindestens die besten Vier aus den jeweiligen drei Mädchen- und Jungen-Jahrgangsgruppen
werden zum ADAC-Zwischenturnier im September jeden Jahres nach Burgdorf eingeladen und
von Clubmitgliedern begleitet. Ein gutes Abschneiden hier (Platz 1–3) berechtigt zum
Weiterkommen zum Landesturnier des ADAC Niedersachsen/Sachsen- Anhalt in der Sporthalle
der Bereitschaftspolizei in Hannover Mitte Oktober jeden Jahres. Der Innenminister
Niedersachsens ehrt dort die Jungen und Mädchen.
Einer der Schwerpunkte aus motorsportlicher Sicht ist seit 1991 der Jugend-Kart-Bereich.
Der MCB kann hier auf zwei vereinseigene Karts sowie auf Leihgaben von Mitgliedern
zurückgreifen. Kinder ab 6 Jahren aufwärts und Jugendliche trainieren regelmäßig auf dem
Gelände der Firma Spedition Bruns in Stadthagen, Industriestr. 14 und nehmen an offiziellen
Kartveranstaltungen des ADAC teil.
Unsere jungen Schumi's kämpfen z.B. beim „Mittel-Weser-Pokal“, bei „Niedersachsenläufen“
und diversen „Stadtmeisterschaften“ mit Elan und Freude um wertvolle Zehntelsekunden, um
später mit einem Pokal auf dem Siegertreppchen stehen zu können.
Der Motorclub Bückeburg e.V. im ADAC veranstaltet Kart-Slalom-Wettbewerbe, die im
Rahmen der Verkehrserziehung den Jugendlichen beim Erlernen von Fähigkeiten, die sie bei
der Teilnahme am Straßenverkehr benöti- gen, helfen sollen. Neben der fahrtechnischen
Ausbildung wird dabei auch ein allgemeines Sozialverhalten erlernt. Bei Kart-Slalom-
Veranstaltungen trainieren die Jugendlichen insbesondere Fahrzeugbedienung und
-beherrschung, Bedeutung von Bremswegen, Ausweichmanövern und Kurvenverhalten in
schwierigen Situationen.
Seit 2001 werden neben den Jugend-Kart-Slalom-Veranstaltungen auch „Clubsport-Kartslalom-
Veranstaltungen“ durchgeführt. Gefahren wird mit 160 ccm-Karts in den Altersklassen 12 bis
17 Jahre, 18 – 40 Jahre und über 40 Jahre, 270 ccm-Karts (16–25 Jahre, über 25 Jahre) und
400 ccm-Karts (über 16 Jahre). Bei den Teilnehmern wird Kartsporterfahrung vorausgesetzt.
Ab 2004 veranstaltet der MCB in Zusammenarbeit mit anderen Schaum-burger Motorclubs
auch wieder „nicht lizenzierte“ Automobil-Slaloms für jedermann auf diversen Freigeländen. Die
Parcourslänge beträgt bis zu 800 m. Hier ist eine steigende Tendenz von Teilnehmern zu
verzeichnen, die mit ihren eigenen Autos auf die Strecke gehen wollen.
Als neues Kind wurde 2006 am Wochenende der „Landpartie Schloss Bückeburg“ (beginnend
immer an Fronleichnam) ein Oldtimertreffen (Samstag) und ein Oldtimertreffen mit Ausfahrt
(Sonntag) anlässlich der Landpartie geboren. Mit Unterstützung der Fürstlichen Hofkammer und
SHD Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe als Schirmherren sowie der Stadt Bückeburg,
vertreten durch den Bürgermeister Reiner Brombach und der Sparkasse Schaumburg als
Großsponsor (seit 2008 auch die Privatbrauerei Barre, Lübbecke) wird den Teilnehmern ein
repräsentativer Rahmen geboten.
Samstags können die über 50 Jahre alten Fahrzeuge im Schloßareal ausgestellt werden. Die
Höchstteilnehmerzahl ist auf 25 Fahrzeuge beschränkt.
Die sonntägliche knapp 100 Kilometer lange Oldtimerausfahrt durch malerische Landschaften
und reizvolle Orte rund um Bückeburg oder um das Wiehengebirge begeistert nicht nur Fahrer
und Beifahrer sondern auch die Gäste der Landpartie und das aufmerksame Publikum am Rande
der Strecke. 2006 ging es „Rund um Bückeburg“, 2007 „Durch's Schaumburger Land um die
Bückeberge“ und 2008 wird es „Um das Kaiser-Wilhelm-Denkmal“ durch die Porta Westfalica
gehen. Um den familiären Charakter dieser Ausfahrt zu wahren, ist die Anzahl der Fahrzeuge
hier auf 80 begrenzt.
nach oben